• Lesetipps für Groß und Klein

Jugendliche auf kulinarischer Entdeckungsreise


76 leckere Rezepte, die glattweg zum Nachkochen anregen, wurden von Schülern des Schulprojekts 'Lift' nach dem Kochen aufgeschrieben und in diesem Buch zusammengestellt. Der zeitliche Aufwand für die Herstellung der Speisen beträgt meist ca. 45 Minuten.  Die Rezepte eignen sich besonders für Kochanfänger, junge Leute oder jemand, der eine schnelle  und einfache Kochidee sucht. 

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Neuerscheinung

Erzgebirgische Bahnhöfe

Olaf Wirth

 

Empfehlung

Ein Leben zwischen Ost und West

Oma dreht auf

Interview mit Janne Mommsen

Es soll ja Menschen geben, die die Alten-WG auf Föhr noch nicht kennen. Stellen Sie uns doch bitte die drei Bewohner Imke, Ocke und Christa kurz vor.
Janne Mommsen:

Oma Imke, 78,  hat den Text für ihren Grabstein schon mal vorformuliert: „Imke Riewerts wurde dank der Apparatemedizin plus ein bisschen Homöopathie gesunde 120 Jahre alt.  Sie hatte einen Mann auf Föhr, mit dem sie vier wunderbare Kinder aufzog, und einen Geliebten auf Amrum.“  Obwohl es ihr nicht gut geht,  hat sie ihren Humor nicht aufgegeben. Für ihre WG und die Familie quetscht sie die letzte Energie aus sich heraus, dazu gehört auch eine heikle Mofafahrt über die Insel Föhr.
Ocke Hansen, 67, ist sein Leben lang zur See gefahren. In der WG passiert ihm etwas, was ihm mehr Angst bereitet als sämtliche Orkane auf den sieben Weltmeeren zusammen: Er hat sich in seine Mitbewohnerin Christa verliebt. Kann das in seinem Alter noch gut gehen? Eines wird klar: Erwachsensein wird komplett überschätzt, auch in seinem Alter fühlt man sich in der Liebe nicht anders als ein Teenager …
Christa, Mitte bis Ende 50, sieht blendend aus und hat einen zehn Jahre jüngeren Geliebten. Wird sie als ältere Frau vor ihm bestehen? Doch der gut aussehende Arzt erweist sich als weinerliche Flachpfeife, sie stößt ihn wütend in einen Wassergraben. Das hat weit reichende Folgen für die WG, denn er ist blöderweise ihr Vermieter …

In „Oma dreht auf“ feiert Imke ihren 78. Geburtstag mit einer Rumtopf-Bowle, die den stärksten Seebären nach zwei Gläsern umhaut und auch sonst lassen es die Alten so richtig krachen. Sind die „Senioren“ fideler und wilder als die Jungspunde? 
Janne Mommsen: Auf jeden Fall feiern viele Senioren viel unbeschwerter als Jüngere. Der Diätwahn liegt hinter ihnen, ein stilles Wasser ist für sie kein Partygetränk. Wenn gefeiert wird, ist das Wort „Cholesterin“ tabu und über den zweiten Schnaps nach dem Essen wird gar nicht erst diskutiert: Leben ist jetzt und heute!

Sie schaffen es, Themen wie die Tüddeligkeit von Imke – sie wird immer vergesslicher und schwächer – mit einer wunderbaren Leichtigkeit in ihrem Roman zu erzählen. In Ihrer Alten-WG würden wir wohl alle gern alt werden – sie auch?
Janne Mommsen: Aufgrund meiner eigenen WG-Erfahrungen würde ich sagen: Nie wieder Diskussionen ums Badezimmer und Küchendienst. Also, bis auf Widerruf: Zusammen mit meiner Frau in einer eigenen Wohnung, so lange es geht. Oder in einer betreuten Wohnanlage mit eigenen Wohnungen, wo man all seine schlechten Angewohnheiten so ausleben kann, wie man es möchte.

„Oma dreht auf“ spielt auf Föhr und es ist viel von Insel-Diplomatie die Rede. Klären Sie uns auf: was steckt dahinter und warum muss Imke all ihre Beziehungen spielen lassen?
Janne Mommsen: Auf Föhr kennt man sich, zudem gibt es kurze Wege. Deswegen kann die Inselpolizei z.B. bei kleineren Vergehen von Jugendlichen ein Gerichtsverfahren einleiten – oder sie zum Bürgermeister bringen, der ihnen eine Schippe in die Hand drückt, um den Strand zu säubern. In Imkes Fall geht es um ihren Sohn Arne, der ist allerdings schon Mitte 50, ihm droht wegen seiner Schusseligkeit Gefängnis. Aber wenn der von ihm Geschädigte ein paar große Scheine bar in die Hand bekäme, plus tatkräftige Hilfe beim Anbau seines Haus, würde das der Justiz nicht eine Menge Kosten sparen? Um das zu erreichen, muss Imke beim Polizeichef genau den richtigen Ton finden. Das heißt auch, an der richtigen Stelle einfach mal die Klappe halten -  dann fährt man mit der Föhrer Inseldiplomatie wie auf Schienen!


Leseabend mit Eisenbahn-Geschichten 

* Donnerstag, 21. Juni 2012 ab 18 Uhr im Büchereck *

 

Sie nannten sie Wolfskinder

 

 
Linde von Keyserlingk erzählt poetisch, intensiv und mitfühlend von den beiden Jungen Abromow und Ismael, die auf der Flucht sind und nahe der Ostseeküste auf zwei kleine Zwillingsmädchen treffen. Die vier Kinder bewegen sich immer weiter nach Süden, getrieben von der Hoffnung, in den zerstörten Städten Verwandte zu finden, getrieben von Hunger und Kälte. Zwei weitere Mädchen stoßen zu ihnen, die ihnen neue Hoffnung und neue Ziele geben. Die Kindergruppe lebt im Wald, versteckt sich auf Lastkähnen, sammelt Früchte, schleicht sich in Scheunen, Hütten und Kapellen, um zu überwintern und trifft auch immer wieder auf Erwachsene, die ihnen helfen. Doch ihre Reise hat nur ein vages Ziel. Beim Lesen dieser Geschichte gerät man in einen Sog und hat den Wunsch, das Buch möge nicht enden, bis die Kinder, die einem ans Herz gewachsen sind, in guten Händen sind.

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